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Irgendwo in Russland, 5. Juli 1942

Liebste Emilie, ich möchte mich von ganzem Herzen für Deinen Brief bedanken. Ja, das, was Du hörst, ist richtig und ich möchte meine momentane Lage nicht verschönigen. Umso mehr erfüllen mich Zeilen, wie die von Dir, mit Freude und lassen mich hoffen. Viel Zeit zum schreibe habe ich nicht. Auch wenn wir momentan ohne große Probleme voran kommen, bleibt eine Grundangst vor einem plötzlichen Angriff beständig. Genug von mir und dem Krieg, der alle belastet. Ich möchte gerne Deine Gedanken und Gefühle zu unserem Kennenlernen von Dir hören. Was sich gehört und was sich nicht gehört ist in einem Krieg unwichtig. Immer wieder sehe ich Kameraden, die wegen einem Mädchen, das sie lieben, ihren Lebensmut finden und schlimme Verletzungen überleben. Doch sehe Dich nicht zu etwas gezwungen, was Dir nicht entspricht. Ich werde ehrlich zu Dir sein und in meiner Verzweiflung Dir all meine Gefühle offenbaren. Du hast an dem letzten Abend vor meiner Abreise Gefühle und Sehnsüchte in mir geweckt, die ich vorher noch nicht kannte. Zu gern wüsste ich diese erwidert. Dein liebliches Gesicht und Dein verzauberndes Lächeln tauchen immer wieder vor meinen Augen auf. Ich denke stets an Dich und würde Dich an Weihnachten gerne wieder sehen. Würdest Du mir das gestatten? Emilie, ich muss diesen Brief an Dich schließen. Ich danke Dir und die "Traumstündchen" hast du mir erfolgreich bescheren können. Dein Friedrich
19.8.13 19:05
 


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